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Veröffentlicht am: Allgemein

Steuerreform Österreich 2026: Diese Gesetzesvorhaben plant die Regierung aktuell

09. März 2026 | Steuerreform Österreich 2026

Welche steuerlichen Änderungen plant die Regierung in Österreich 2026?

Wir von GHP Steuerberatung, Steuerberater in Schwaz, beobachten die aktuellen politischen Entwicklungen besonders genau. Im Regierungsprogramm finden sich verschiedene Maßnahmen, deren konkrete Ausgestaltung noch in Verhandlung ist. Dazu zählen unter anderem die geplante Beleglotterie, steuerliche Anreize für Arbeiten im Alter sowie Anpassungen bei der Umsatzsteuer auf Lebensmittel. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die derzeit diskutierten Änderungen.

Beleglotteriegesetz

Kurz vor Weihnachten wurde im Rahmen des sogenannten „Registrierkassenpaketes“ auch die Idee vorgestellt, ab Oktober eine Beleglotterie einzuführen.

Mit dieser Maßnahme möchte der Finanzminister die Konsument:innen dazu bewegen, ihre Rechnungen aus Registrierkassen-Einkäufen mit einer neuen Handy-App an die Finanzverwaltung hochzuladen. Dadurch sollen Schwarzumsätze verhindert werden. Monatlich sollen dann 100 Rechnungen per Zufallsgenerator ausgewählt werden und einen Geldbetrag gewinnen.

Zusätzlich sollen vier Rechnungen gezogen werden, die quasi an einer „Bonusziehung“ teilnehmen und jeweils eine sechsstellige Geldsumme gewinnen. Alle Gewinne dieser „Lotterie“ sind steuerfrei.

Dieses Vorhaben klingt für die Konsument:innen vielversprechend. Ob und wie lange ein Ansturm auf diese Lotterie anhalten wird, wird sich weisen. Den Steuerzahler:innen wird diese Maßnahme rund 400 Mio jährlich kosten. Wie hoch der Nutzen sein wird, wird sich zeigen.

Arbeiten im Alter

Im Regierungsprogramm wurden für das „Arbeiten im Alter“ Anreize im Steuerrecht und in der Sozialversicherung angekündigt. Diese hätten bereits mit Jahresanfang 2026 in Kraft treten sollen. Nun wurde dieses Vorhaben um ein Jahr nach hinten verschoben, in der neuen Version sollen nicht nur Zusatzeinkünfte aus einem Dienstverhältnis steuerfrei sein, sondern auch Zusatzeinkünfte aus einer betrieblichen Betätigung.

Als Grundvoraussetzung wird gelten, dass eine bestimmte Mindestanzahl an Pensionsbeitragsmonaten bereits erworben sein muss, um die zusätzlichen Einkünfte mit einem jährlichen Freibetrag von 15.000,- Euro zu versüßen.

Einige Details müssen noch ausverhandelt werden, die Spannung bleibt also erhalten. Jedenfalls soll per 1.1.2027 die Umsetzung erfolgen.

Umsatzsteuersenkung Lebensmittel

Zur Jahresmitte soll die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) auf manche Lebensmittel deutlich abgesenkt werden.
Die EU hat im Bereich der USt viele Details europaweit geregelt, daher ist der Spielraum für die österreichische Regierung nicht allzu groß.

Gemäß EU-Vorschriften muss der Steuersatz jedenfalls weniger als 5% betragen, daher hat man vorerst 4,9% als Prozentsatz ins Auge gefasst. Die Senkung gilt für Grundnahrungsmittel (Milch, Eier, Brot, Mehl, Kartoffeln, heimisches Obst/Gemüse). Eine genaue Liste hat das Bundeskanzleramt veröffentlicht: Zur Liste 

Steuerreform Österreich 2026 – noch Fragen?

Die geplante Steuerreform Österreich 2026 umfasst mehrere Maßnahmen, die sowohl Konsumenten:innen als auch Unternehmer:innen betreffen könnten. Wir von GHP Steuerberatung verfolgen diese Entwicklungen laufend und informieren euch frühzeitig über steuerliche Änderungen.

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