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Im Unternehmen sprechen wir oft von Effizienz, von Zielen, von Kennzahlen. Aber reden wir auch genug miteinander? Ich meine nicht die täglichen Mails, die To-do-Listen oder die kurzen Abstimmungen zwischen Tür und Angel.
Ich meine das echte Gespräch.
Das, bei dem man nicht auf seine Antwort wartet, sondern tatsächlich zuhört. Offene und klare Kommunikation ist kein Softskill. Sie ist der Kitt, der Teams zusammenhält. Sie entscheidet, ob Vertrauen wächst oder Misstrauen bleibt. Und sie zeigt, ob wir in unserer Arbeit nur funktionieren oder miteinander wirken.
Viele glauben, Wertschätzung müsse immer laut sein in Form von Lob, von Preisen, von Dankesreden.
Aber wahre Wertschätzung spielt sich oft leise ab. Sie steckt in der Art, wie man jemandem zuhört. Wie man Kritik formuliert. Wie man Interesse zeigt, auch wenn man anderer Meinung ist. Zuhören ist kein Warten auf die Pause. Es ist Haltung. Zuhören bedeutet, den anderen wirklich wahrzunehmen.
Es bedeutet, das eigene Ego kurz zur Seite zu stellen, um Platz zu schaffen für das, was der andere zu sagen hat. Und das ist schwerer, als es klingt. Denn wir alle sind schnell in unseren Mustern, in unseren Gedanken, in unseren eigenen Überzeugungen.
Doch gerade dort, wo Kommunikation schwierig wird, entscheidet sich, wie stark ein Team wirklich ist. Offenheit heißt nicht, dass immer alles angenehm ist. Es heißt, dass man ehrlich bleibt, auch wenn’s unbequem wird. Klarheit ist nicht Schärfe, sondern Verlässlichkeit. Und Wertschätzung ist nicht das gesprochene Danke, sondern das gelebte Interesse.
Wertschätzung muss nicht sichtbar sein, aber sie muss spürbar bleiben. Es gibt Tage, da hat man keine Zeit für lange Gespräche oder warme Worte. Aber auch dann kann man Haltung zeigen. Ein ehrlicher Blick, eine kurze Nachfrage, ein echtes „Wie geht’s dir wirklich?“ – oft reicht das schon, um zu zeigen: Ich seh dich und schätze, was du tust.
Denn selbst wenn man Wertschätzung nicht jeden Tag zeigen kann, muss man sie leben. Sie darf nicht vom Kalender abhängen, sondern vom Charakter. Und genau das macht langfristig den Unterschied in der Kanzlei, im Unternehmen und im ganzen Leben.
Klarheit, Respekt, Vertrauen
das sind die echten Grundlagen
Wir können über Zahlen reden, über Fortschritt, über Digitalisierung. Aber ohne offene Kommunikation bleibt jedes System nur Technik.
Erst durch Klarheit im Umgang und echtes Zuhören wird daraus eine Kultur. Eine Kultur, in der Menschen nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten. Und in der Vertrauen nicht gefordert, sondern verdient wird.
Bleibt ehrlich im Reden,
aufmerksam im Zuhören
und echt im Handeln.
Euer Markus

