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Veröffentlicht am: Out of the box

17. Steuerberatung auf Social Media? Ja, das geht – aber bitte mit Haltung, Humor & Hirn.

Lesezeit: 5 Min.

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Markus Geisler
Steuerberater, Perspektivenwechsler und Visionär – bietet innovative Lösungen und entwickelt nachhaltige Strategien für Wachstum und Erfolg.

And here we go! Wieder mal ganz offen und ehrlich: Wenn ich mir anschaue, was auf Steuerberater-Kanälen so abgeht, dann frage ich mich oft… für wen ist das gedacht? Für Fachkolleg:innen beim Einschlafen? Für Klient:innen, die masochistisch veranlagt sind?

Ihr Lieben Kolleg:innen, Social Media ist nicht steifes “Paragraphen Gelaber“.

Die Leute wollen da draußen entweder entertaint werden oder lernen – und zwar am besten beides gleichzeitig. Denkt nur mal selbst dran wie ihr Social Media auf euren Plattformen konsumiert?

Und nein, das heißt nicht, dass wir unser Fachwissen verramschen oder tanzend in einem  Clownskostüm herumspringen müssen. Doch wir müssen ansprechbar sein. Greifbar. Und vor allem echt. Denn, wenn unsere Klient:innen die Türe im Real Life zu uns aufmachen, sollen sie uns genauso wahrnehmen wie wir sind. ECHT!

Markus, was ist das Erfolgsrezept, fragt ihr mich?

Raus aus der Komfortzone und rein in die Realität von 2025. Keine Powerpoint und eine sterile Kanzleiwand als Reel. Einfach Handy raus, Luft holen und erzählen, was in dieser Woche passiert ist: Neues Urteil zur Umsatzsteuer? Geplante Änderung bei der Abschreibung? Klar, her damit. Aber: Ich übersetze das so, dass es meine Mandant:innen  auch kapieren – ohne Jura-Studium.

Balance is key: 50 % Info, 50 % Haltung. Dein Wissen ist das eine – deine Haltung dazu das andere. Wer mir zuhört, soll nicht nur wissen, was Sache ist, sondern auch, wie ich dazu stehe. Ich nenn das: „Fachliche Meinung mit wahrer Persönlichkeit und Haltung.“

Routine statt Raketenstart. Social Media ist kein Marathon und auch kein One-Hit-Wonder. Es ist ein Prozess. Wir planen mit unserem Social Media Team pro Woche 10 bis 15 Stunden ein – verteilt auf Nachlesen, Themenpool pflegen, spontane Einfälle zwischendurch notieren, Redaktionsplan definieren, drehen, posten. Ein Clip braucht mal 10 Minuten, mal 3 Stunden. Aber er lebt durch Authentizität – und das zählt. Social Media ist ein Standard Marketing Investment und das sollte jedem Unternehmen klar sein.

Fragen = Community = Vertrauen. Und ja, wer aussendet bekommt auch Fragen. Einige sind super, andere jenseits von Gut und Böse. Wir antworten immer. Und auch für das braucht es Ressourcen. Klar ist: Wer sichtbar wird, wird auch ansprechbar. Und das ist ein gutes Zeichen.

Mindset: Fehler erlaubt. Viele meiner Kolleg:innen haben Angst vor Social Media, weil man da “nichts falsch machen darf”.
Falsch. Genau das darf man. Zumindest online. Der Insta-Post darf floppen. Das Video darf verwackelt sein. Du darfst dreimal „äh“ sagen. Solange du ehrlich, hilfreich und nicht langweilig bist – bist du goldrichtig.

Und hier gerne zum Schluss: Für wen lohnt sich der Aufwand? Wenn du ausschließlich M&A-Spezialist bist, dann reichen vielleicht ein paar Whitepaper auf LinkedIn.
Aber wenn du mit echten Menschen arbeitest – mit Unternehmer:innen, Selbständigen, KMUs oder Privatleuten – dann ist Social Media ein wertvolles Tool.

Du wirst nicht jeden Tag neue Klient:innen generieren, aber du wirst sichtbar, greifbar, vertrauenswürdig. Und das ist auch in unserer Branche das neue MUST HAVE, das zum Erfolg dazu gehört wie zur echten Tiroler Brettljausen, das gute Brettl – ah … und der Speck! Mit dem fängt man nämlich Mäuse! 😉

Du glaubst mir nicht?
Na, dann pobier´s doch mal einfach und du kannst mitreden 😉

Bis bald und gerne immer wieder Out of the Bubble!

Euer Markus