Links überspringen
Veröffentlicht am: Out of the box

13. Urlaubsgeld & Co. neu gedacht – planbar, fair und zukunftstauglich

Lesezeit: 5 Min.

Autorenfoto

Markus Geisler
Steuerberater, Perspektivenwechsler und Visionär – bietet innovative Lösungen und entwickelt nachhaltige Strategien für Wachstum und Erfolg.

Leute, mal ehrlich – da stellt sich doch die Frage: Warum fällt der Urlaubszuschuss ausgerechnet in eine Zeit, in der für viele Unternehmen ohnehin schon besonders viel zusammenkommt? Und als wäre das nicht genug, klopft ein paar Monate später die Weihnachtsremuneration an.

Zwei fette Sonderzahlungen – jährlich! Und das in einem Land, in dem Unternehmer:innen ohnehin schon mit vielen steuerlichen Verpflichtungen und noch zahlreichen Beiträgen jonglieren müssen.

Natürlich ist es schön, wenn Mitarbeiter:innen fair entlohnt werden. Natürlich gönnen wir ihnen den Zuschuss zum Urlaub, zum Fest, zum Leben. Aber darf man trotzdem mal die Frage stellen: Wer zahlt das alles eigentlich wirklich? Und vor allem: Wann? Und wie, verdammt nochmal, soll sich das noch ausgehen?

Und jetzt kommt’s: Warum denken wir eigentlich noch immer in diesen klassischen zwei Brocken? Warum nicht mal anders? Warum nicht vierteln? Oder überhaupt neue, flexiblere Modelle denken – abgestimmt auf betriebliche Realität, Personalstruktur und saisonale Anforderungen? Es gibt mehr als eine Lösung – was fehlt, ist oft nur der Impuls, das System überhaupt zu hinterfragen.

Klingt unkonventionell? Vielleicht. Aber wäre es nicht besser, Mitarbeitende regelmäßig mit kleineren Beträgen zu stärken, statt Unternehmen in saisonale Liquiditätskrisen zu treiben?

Und auch für Dienstnehmer:innen hätte das klare Vorteile:

  • Regelmäßiger Zufluss – statt zwei großer Einmalbeträge verteilt sich das zusätzliche Einkommen gleichmäßiger über das Jahr.
  • Bessere Planbarkeit – wer beispielsweise quartalsweise mehr zur Verfügung hat, kann leichter Rücklagen bilden und finanzielle Engpässe vermeiden.

Ich frage euch, liebe Unternehmen:

  • Wann habt ihr das letzte Mal eure Zahlungsläufe mit eurer Steuerberatung durchgedacht?
  • Welche Modelle wären möglich, wenn man es mal anders denkt?
  • Und warum rennen wir eigentlich alle einem System hinterher, das viele längst nicht mehr tragen können?

Das ist keine Beschwerde – das ist ein Weckruf. Wir brauchen neue Wege in der Vergütung. Für mehr Fairness, für mehr Planungssicherheit und ja – für mehr unternehmerische Freiheit.

Wer immer noch glaubt, dass Sonderzahlungen „einfach dazugehören“, aber die betriebliche Realität ignoriert, sollte dringend aufwachen. Denn wir dürfen Unternehmer:innen nicht länger in diese schlaflosen Nächte katapultieren, in denen sie angesichts der zwei großen Sonderzahlungsblöcke – Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration – nicht mehr wissen, wie sie alles bezahlen sollen.

Lasst uns gemeinsam neue Wege gehen, die beiden Seiten helfen – Unternehmer:innen UND Dienstnehmer:innen. Planbar, fair und zukunftstauglich.

Ich bin jedenfalls dafür: Raus aus der Zweiteilung – rein in die Realität.
Und wenn ihr wissen wollt, wie das bei euch aussehen kann, dann reden wir.
Jetzt.

Bis bald – euer Markus!