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Veröffentlicht am: Out of the box

11. Die Praxis ist kein Ort der Heilung mehr, sondern ein Ort der Überforderung!

Lesezeit: 5 Min.

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Markus Geisler
Steuerberater, Perspektivenwechsler und Visionär – bietet innovative Lösungen und entwickelt nachhaltige Strategien für Wachstum und Erfolg.

Kurz zuerst bitte: Wollen wir uns eigentlich duzen oder siezen?
Jetzt werdet ihr euch denken, warum diese Frage zum Einstieg?
Es geht mir um unsere Zusammenarbeit auch beim Lesen und deshalb – und in fast EIGENER SACHE:
Du oder Sie?

Ich frage das nicht, weil ich hip oder oldschool sein will – sondern weil ich weiß, dass Worte Brücken bauen oder Distanzen schaffen. Gerade wenn es um sensible Themen geht wie Geld, Verantwortung und Strukturen. Deshalb: Was fühlt sich für Sie (oder dich) natürlicher an, wenn Sie (oder du) hier mitliest? Ich richte mich danach. Hauptsache, wir reden offen.

Denn das hier ist „Kanzlei – Out of the Bubble“ – mein Blog aus der Kanzlei, der kein Steuer-Blabla liefert, sondern echte Einblicke. Weg vom Fachchinesisch. Hin zu dem, was wirklich in der PRAXIS … und da kommen wir gleich dazu – los ist. Ich danke euch/Ihnen für das wertvolle Feedback im Voraus und die Mehrheit entscheidet – wie es sich in einer Demokratie so gehört!

Heute geht’s um euch/Sie:

Liebe/Sehr geehrte Ärztinnen und Ärzte!
Ja, der Tag hat 24 Stunden! Leider!

8:30 Uhr. Die Praxis ist voll. Zwei Patienten sind schon sauer, weil ihr Termin „schon vor zwanzig Minuten“ war. Während der erste Blick auf den Monitor den üblichen Mix aus Laborwerten, Mails, Rückrufen und unleserlichen PDF-Dateien zeigt, steht im Kopf nur eins: „Wie soll ich das heute wieder, vielleicht sogar noch alleine, schaffen?“

Bis mittags sind es 34 Patient:innen. Jede/jeder mit Anliegen, Sorgen, Fragen. Bis dahin müssen mindestens 18 Befunde unterschrieben, 4 Rückfragen an die Kasse beantwortet und die neue Datenschutzunterweisung abgehakt werden. Ganz zu schweigen von der Abrechnung, die irgendwann noch gemacht werden muss. Und nein – das macht sich nicht von ganz alleine – auch wenn das vielleicht alle meinen.

Denn – und jetzt kommt´s:
Da draußen glaubt man, Ärzte behandeln Menschen! In Wirklichkeit behandeln sie Akten. Stimmt´s? 😉

Viele meiner Kund:innen aus dem Medizinbereich sagen irgendwann denselben Satz:
„Ich habe studiert und meinen Beruf gewählt, weil ich Menschen helfen will, indem ich mir Zeit für sie nehme und sie auch wertvoll wie Menschen behandle!

Und ja, ich glaube ihnen das.

Aber zwischen Formularen, KV-Zirkus, digitaler Transformation (die sie teilweise noch nicht wirklich anwenden und auch nicht die Kenntnisse dafür haben – alle die sich jetzt von mir angegriffen fühlen, sorry, das will ich für die Wahrnehmung bezwecken) und dem ewigen Kampf mit Personalmangel bleibt von diesem Wunsch oft nur ein bitterer Nachgeschmack.

Während du versuchst, zwischen zwei Gesprächen noch eine Rückmeldung an die Kasse zu tippen, läuft dir ein:e MFA (Medizinische(r) Fachangestellte(r)) mit der nächsten Patientenakte über den Weg. Auf dem Tisch stapeln sich die Abrechnungen vom letzten Quartal, im Posteingang warten zehn unbeantwortete E-Mails mit dem Betreff „DRINGEND!“ Und irgendwo dazwischen blinkt eine Erinnerung auf: „Fortbildung Datenschutz bis Freitag abschließen.“

Digitalisierung? Ja, schon da – aber irgendwie hat dir niemand gesagt, wie man das konkret umsetzt. Und jedes Mal, wenn du deinen Steuerberater fragst (der sich selbst mit KI Logarithmen nicht auskennt), wie man Prozesse vereinfachen kann, kommt eine Antwort, die klingt wie aus dem Jahr 1995. „Am besten alles ausdrucken, abheften, nochmal prüfen.“
Danke. Für nichts.

Am Ende des Tages hast du zwar alle To-dos irgendwie abgehakt.
Aber du fühlst dich nicht wie ein Arzt. Sondern wie ein Projektmanager in einer völlig überforderten Verwaltung. Die Menschen, die du heilen wolltest, werden zu Fällen.
Deine Zeit wird zur Währung.
Und dein Kopf?
Der will eigentlich nur noch raus. Raus aus dem Funktionsmodus.

Was hat das alles mit mir, Markus Geisler, zu tun?
Ich bin kein Steuerberater im klassischen Sinn.
Ich habe mich auf strukturelle Lösungen für Arztpraxen spezialisiert.
Nicht nur wegen der Zahlen, sondern wegen der Menschen dahinter.

Ich helfe, Prozesse zu automatisieren, Abrechnungen zu entkomplizieren und Verwaltungsdinosaurier zu bändigen – damit ihr wieder Zeit für Medizin habt, nicht für Excel-Tabellen. Und ich möchte vor allem, dass sich Ärztinnen und Ärzte wieder als Sprengelärzt:innen in Tirol positionieren.

WIR Menschen brauchen euch!
Wir brauchen den direkten Kontakt mit euch!

Ich übersetze Steuer- und Finanzkram in Klartext.
Ich denke in und mit digitalen Systemen, nicht in Zetteln.
Und ich verstehe, warum euer Job oft weniger mit Heilen und mehr mit Abarbeiten zu tun hat.

Wenn du dich – oder Sie sich – in dieser Geschichte wiedererkennst, dann ist es vielleicht Zeit, mit mir über deine Bubble zu sprechen.

Ich begleite Ärztinnen und Ärzte aus dem Funktionsmodus zurück in den Wirkungsmodus.
Lass uns reden. Nicht über Paragraphen.
Sondern über Perspektiven!

Auf die Gesundheit – und auf uns Menschen!

Bis bald
euer/Ihr Markus