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Servus da draußen!
Bei mir geht’s grad richtig rund im Kopf – bei euch? Tagtäglich jongliere ich Zahlen, reiche fristgerecht Steuererklärungen ein und frage mich parallel, wie lange ich das wohl noch selbst mache, bevor irgendeine künstliche Intelligenz meinen Job übernimmt. Denn ganz logisch ist: KI ist ein Game-Changer. Nicht nur bei uns in der Steuerberatung, sondern überall, wo Routineaufgaben automatisiert werden.
Und während ich auf meinen Laptop starre, während die KI brav Berechnungen anstellt – schweife ich mit meinen Gedanken ins „Narrnkastl“ (wen´s euch interessiert was das ist – fragt mal die KI!) ab. Ich schaue meine Kinder an, meine Familie, und mir kommt eine ganz andere Frage: Sind wir hier eigentlich noch selbstständig oder sind wir längst ferngesteuert?
Liebe Kolleginnen, Kollegen, Unternehmer da draußen – mal ganz bewusst die Hand aufs Herz: Wenn morgen Elon Musk beschließt, dass alle Teslas stehen bleiben – passiert das dann einfach? Hat irgendwer von euch eine Ahnung, wie viele Satelliten gerade unseren Thermomix steuern? Und was, wenn KI irgendwann nicht nur Steuererklärungen optimiert, sondern gleich das ganze System über uns entscheidet? Vielleicht gibt’s dann irgendwann nicht mal mehr Steuerberater, sondern nur noch „Steuer-Optimierungs-Roboter mit emotionaler Intelligenz“ – die auch jodeln können!?
Jetzt denkt ihr euch vielleicht – jetzt fängt der auch noch zum Durchdrehen an: „Ach, Markus, jetzt übertreib halt nicht!“ Doch jetzt mal ehrlich – bis vor ein paar Jahren hätten wir doch auch nicht gedacht, dass wir mal mit unseren Telefonen reden, und sie uns dann tatsächlich verstehen (naja, meistens). Doch das ist ja genau der Punkt: Wir lesen nicht mehr in Science-Fiction-Romanen – wir leben mitten drin.
Ich sag’s mal so: Wenn uns die KI bald in allem überholt, dann sollten wir uns vielleicht auf das konzentrieren, was sie nicht kann. Und da kommt der gute alte Club of Rome ins Spiel, der schon in den 70ern ein paar kluge Dinge dazu gesagt hat – für mich ein wichtiger Plan an dem ich mich gerne orientiere:
Verantwortung übernehmen, statt sich darauf zu verlassen, dass „die Technik das schon regelt“.
Wirtschaft nicht nur effizienter, sondern auch menschlicher denken.
Nicht blind automatisieren, sondern bewusst gestalten – Technik als Werkzeug, nicht als Entscheidungsträger.
Kreativität, Emotion und gesunden Menschenverstand nicht der KI überlassen.
Und genau das sollten wir in unserem Business nicht vergessen. KI ist ja per se nicht das Problem – die Frage ist nämlich ganz eine andere: Wer füttert sie? Wer gibt ihr die Regeln mit? Und wollen wir wirklich, dass eine Maschine irgendwann besser versteht, was für uns gut ist, als wir selbst?
Ihr merkt schon – ich stelle hier mehr Fragen als ich Antworten habe. Aber genau darum geht’s doch: Die richtigen Fragen zu stellen.
Wie seht ihr das? Welche Perspektiven habt ihr? Und welche Fragen müssen wir noch stellen, damit wir in dieser neuen Welt nicht irgendwann aufwachen und feststellen, dass wir nur noch eine Variable in irgendeinem Algorithmus sind?
Schreibt mir gerne, sprecht mich an – gemeinsam können wir vielleicht vielen die besseren Fragen stellen.
Bis bald – und auf uns mit der KI – denn das Paralleluniversum ist schon da und bleibt!
Euer Markus

