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Veröffentlicht am: Allgemein

THG-Prämie: So profitieren Elektroautobesitzer:innen

03. Juli 2024 | THG-Prämie Elektroautos

Das Einkommensteuergesetz sieht ab dem Veranlagungsjahr 2023 eine eigene Steuerbefreiung für Zahlungen an Zulassungsbesitzer von elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen vor. Die  Steuerbefreiung gilt aber nur für Fahrzeuge des Privatvermögens. Für Fahrzeuge des Betriebsvermögens sollte diese Prämie beantragt werden, auch wenn diese den steuerlichen Gewinn erhöht.

Geisler Hirschberger + Partner Steuerberater Schwaz informiert über alle Details.

Das ist die THG-Prämie

Es geht hier zur Abwechslung um keine staatliche Prämie, sondern um eine Prämie, welche von der Automobilindustrie bezahlt werden muss. Die sogenannte Kraftstoffverordnung 2012 sieht solche Prämien vor, die quasi als Handel mit Emissionszertifikaten angesehen werden können – man nennt diese Prämie THG-Prämie oder ePrämie oder eQuote.

Die THG-Prämie  ist eine finanzielle Belohnung für Besitzer:innen von Elektrofahrzeugen, die durch die Einsparung von Treibhausgasemissionen eine bestimmte Menge an CO₂-Zertifikaten generieren und diese verkaufen können.

Wenn ihr mal diese Stichwörter googelt, werdet ihr sofort fündig. Es gibt zahlreiche Plattformen, welche die Abwicklung der Prämie übernehmen wollen.

Die Kraftstoffverordnung 2012 verpflichtet Unternehmen, die in Österreich fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen, zu einer Minderung der Lebenszyklustreibhausgasemissionen. Über den gesamten Lebenszyklus von der Förderung, Raffinierung und anderen Herstellungsprozessen bis zur Verbrennung müssen dementsprechend die Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) reduziert werden.

Diese Reduktionsziele können über die Beimischung von Biokraftstoffen und Biomethan oder dadurch erreicht werden, dass elektrischer Strom aus erneuerbarer Energie, der als Antrieb für elektrisch betriebene Fahrzeuge in Österreich eingesetzt wird, als THG-Minderung angerechnet wird.

Zulassungsbesitzer:innen von rein elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen (nicht für Hybrid-Kfz) können daher Stromquoten, die für den Antrieb von elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen produziert wurden, an dazu berechtigte Unternehmen entgeltlich übertragen.

Diese Unternehmen stellen diese Quoten zum Zweck der Anrechnung in weiterer Folge den Produzenten von Kraftstoffen entgeltlich zur Verfügung, die zur Verminderung der  Treibhausgasemissionen verpflichtet sind.

Steuerfrei oder steuerpflichtig?

Wird für derartige Übertragungen eine Zahlung geleistet und ist das Fahrzeug dem Betriebsvermögen zuzuordnen, stellt die Zahlung eine gewinnerhöhende Betriebseinnahme dar.

Gehört das Fahrzeug zum Privatvermögen, ist die Zahlung steuerfrei. Voraussetzung ist, dass der oder die Zulassungsbesitzer:in Zahlungsempfänger:in ist und dass im betreffenden Kalenderjahr, für das die Zahlung erfolgt, das Fahrzeug keinem Betriebsvermögen zugehört, also überwiegend nicht für betriebliche Zwecke verwendet wird. „Überwiegend“ bedeutet mehr als 50% Fahrtenanteil. Der Nachweis erfolgt in der Regel durch das Führen eines Fahrtenbuches.

THG-Prämie – noch Fragen?

Bei Fragen zur THG-Prämie steht unser Team von Geisler Hirschberger + Partner Steuerberater  Schwaz gerne zur Verfügung -> Jetzt kontaktieren 

 

Infos & Beratung gibt es auch hier: https://ultimum.at/steuerberater-innsbruck/