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Veröffentlicht am: Allgemein

Klargestellt: Luxustangente für e-Autos ist Bruttobetrag

03. Juli 2024 | Luxustangente e-Autos

Für unternehmerisch genutzte Elektroautos steht der anteilige Vorsteuerabzug zu, die Abschreibung für diesen PKW ist auch nur bis zur Luxustangente zulässig. Das Höchstgericht hat nun diese Angemessenheitsgrenze interpretiert.

Geisler Hirschberger + Partner Steuerberater Schwaz informiert über den aktuellen Richterspruch zur Luxustangente für e-Autos.

Das ist die Luxustangente

Für PKW und Kombis gilt im Steuerrecht die sogenannte Luxustangente (auch Angemessenheitsgrenze genannt – siehe auch dieser Beitrag von Steuerberater Schwaz.
Diese wird in einer eigenen Verordnung betraglich fixiert. Sie beträgt seit dem Kalenderjahr 2005 (also seit fast 20 Jahren!) unverändert EUR 40.000,-.
Die ministerielle Verordnung regelt dazu: Aufwendungen oder Ausgaben im Zusammenhang mit der Anschaffung eines Personen- oder Kombinationskraftwagens sind insoweit angemessen, als die Anschaffungskosten inklusive Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe 40.000,- nicht übersteigen.

Diese Anschaffungskosten umfassen auch Kosten für Sonderausstattungen. Selbständig bewertbare Sonderausstattungen gehören nicht zu den Anschaffungskosten. Anschaffungs-
kostenabhängige Nutzungsaufwendungen oder –ausgaben sind im entsprechenden Ausmaß zu kürzen.

e-Auto: Netto- oder Brutto?

Nun gibt es bei Elektro-Kfz mit unternehmerischer Nutzung die Besonderheit, dass ein (teilweiser) Vorsteuerabzug besteht. Zumindest für Kfz, deren Anschaffungskosten die doppelte Angemessenheitsgrenze nicht überschreiten (also bis 80.000,-). Strittig war die Frage, ob diese Angemessenheitsgrenze als Brutto- oder Nettogrenze zu verstehen ist, weil nach allgemeinen Grundsätzen die abzugsfähige Umsatzsteuer (Vorsteuer) nicht zu den Anschaffungskosten zählen.

Im Streitfall vor dem VwGH (Verwaltungsgerichtshof) ging es um einen Tesla mit einem Kaufpreis von EUR 79.960,- inkl USt. Das Finanzamt und das BFG (Bundesverwaltungsgericht)  anerkannten nicht EUR 40.000,- als angemessene Anschaffungskosten, sondern nur 33.333,- und haben daher die enthaltene erstattungsfähige Umsatzsteuer herausgerechnet. Diese Ansicht bestätigte nunmehr der VwGH und stellte klar, dass die 40.000,- Angemessenheitsgrenze um den Teil der darin enthaltenen Umsatzsteuer reduziert werden muss.

Und noch ein Detail hat der VwGH geklärt: Das kostenlose Strombezugsrecht, welches Tesla dem Fahrzeugbesitzer für die Zeit seines Erstbesitzes eingeräumt hat, wurde aus dem Rechnungsbetrag des Fahrzeuges herausgerechnet und als eigenständiges Wirtschaftsgut angesehen. Begründung: dieses kostenlose Recht kann nicht nur beim Laden an den Tesla-Superchargern zum Einsatz kommen. Dieses Strombezugsrecht stellt bei einem e-Auto Treibstoffkosten dar. Diese sind unabhängig von der Höhe des Kaufpreises des Kfz immer voll abzugsfähig.

Luxustangente e-Autos – noch Fragen?

Bei Fragen steht unser Team von Geisler Hirschberger + Partner Steuerberater  Schwaz gerne zur Verfügung -> Jetzt kontaktieren 

 

Infos & Beratung gibt es auch hier: https://ultimum.at/steuerberater-oesterreich/