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Veröffentlicht am: Allgemein

Fokus Umsatzsteuer: Rechnungen richtig ausstellen & korrigieren

02. Juli 2024 | Umsatzsteuer – Rechnungen richtig ausstellen

Im Bereich der Umsatzsteuer kommt einer Rechnung zentrale Bedeutung zu. Eine solche Rechnung ist wichtig für den Vorsteuerabzug. Wird ein solcher Beleg allerdings falsch ausgestellt, ist mitunter eine Berichtigung dieser Rechnung notwendig und das auch zur Vermeidung einer zusätzlichen Steuerschuld.

Wir von Geisler Hirschberger + Partner Steuerberater Schwaz informieren euch umfassend darüber, wie ihr Rechnungen korrekt ausstellt und bei Bedarf ordnungsgemäß berichtigt, um zusätzliche Steuerschulden zu vermeiden.

Begriff Rechnung

Als Rechnung gilt jede Urkunde, mit der ein:e Unternehmer:in über eine Lieferung oder sonstige Leistung abrechnet. Es ist nicht erforderlich, dass diese Urkunde die Bezeichnung „Rechnung“ trägt. Um als Rechnung anerkannt werden zu können, muss ein Dokument die Mehrwertsteuer ausweisen und jene Angaben enthalten („Rechnungsangaben“), die erforderlich sind um feststellen zu können, ob die materiellen Voraussetzungen für das Recht auf Vorsteuerabzug erfüllt sind.

Unser Tipp: Schaut in unser Merkblatt zur korrekten Rechnungserstellung:  Vorlage Rechnungsmerkmale

Hingegen gilt ein Vertrag nicht als Rechnung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes, wenn dies in diesem Vertrag ausdrücklich festgehalten wird. Wenn keine Rechnung vorliegt, dann gibt es für den Kunden oder die Kundin auch keinen Vorsteuerabzug.

Methoden der Rechnungsberichtigung

Die vom leistenden Unternehmen vorzunehmende Berichtigung oder Ergänzung einer Rechnung kann in der Weise erfolgen, dass

  • unter Hinweis auf die ursprüngliche Rechnung die notwendigen Ergänzungen oder Berichtigungen vorgenommen werden oder
  • eine berichtigte Rechnung zur ursprünglichen Rechnung ausgestellt wird.

Der oder die leistende Unternehmer:in muss nachweisen, dass die berichtigte Rechnung dem oder der Leistungsempfänger:in zugekommen ist.

Stellt der oder die Unternehmer:in eine zweite Rechnung für einen Umsatz aus, über den er bereits eine Rechnung gelegt hat, so resultiert daraus ein nochmaliges Schulden der Umsatzsteuer wegen der Mehrfachausstellung einer Rechnung (sogenannte Steuerschuld kraft Rechnungslegung).

Um die Rechtsfolgen einer zweiten Rechnungslegung zu vermeiden, muss der oder die Unternehmer:in in der berichtigten Rechnung auf die ursprüngliche Rechnung hinweisen (zB durch folgenden Hinweis: „Berichtigte Rechnung zu Rechnung Nr x vom …“).

Sollte es für den oder die Rechnungsaussteller:in bei Steuerschuld kraft Rechnungslegung zu einer zusätzlichen geschuldeten Umsatzsteuer kommen, ist für den Kunden oder die Kundin (Empfänger:in der Leistung) trotzdem kein nochmaliger (doppelter) Vorsteuerabzug möglich. Eine vom Leistungsempfänger bloß zu Unrecht geltend gemachte Vorsteuer ist rückwirkend richtig zu stellen und erfordert auch keine Rechnungsberichtigung.

Entfall der Steuerschuld unter bestimmten Voraussetzungen

Unter bestimmten Voraussetzungen wird der von dem Unternehmer oder der Unternehmerin zu Unrecht in Rechnung gestellte Umsatzsteuerbetrag nicht geschuldet.

Voraussetzung für den Entfall der Steuerschuld:

  • Keine Gefährdung des Steueraufkommens
  • Leistung wurde im betreffenden Steuerjahr ausschließlich an Endverbraucher:innen (Konsument:innen) erbracht
  • diese Endverbrauer:innen können die ihnen in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer nicht als Vorsteuer abziehen

In einem solchen besonders gelagerten Fall ist eine Berichtigung der Rechnung für den Entfall der Steuerschuld nicht erforderlich.

Rechnungen richtig ausstellen – noch Fragen?

Bei Fragen zur korrekten Rechnungserstellung oder auch Korrektur einer Rechnung stehen auch wir von Geisler Hirschberger + Partner Steuerberater Schwaz gerne zur Verfügung -> Jetzt kontaktieren 

 

Infos & Beratung gibt es auch hier: https://steuerberater-geisler.at/